
Heilig-Kreuz-Kirche in
St. Lorenzen
Der Ortsteil Heilig Kreuz wird von einigen alten Lorenzner
Bürgern noch Fronwiesen genannt. Das kleine Kirchlein
wurde 1732 erbaut. Der Hochaltar mit Säulenaufbau, trägt
ein Gnadenkruzifix von 1600. Der linke Seitenaltar ist ein
Frühbarockwerk von 1649 mit Aufsitzbild. Die Deckengemälde
mahlte Josef Renzler 1835
Bei den jungen Lorenznern ist sie eine beliebte Hochzeitskirche.
Schloss Sonnenburg
Eindrucksvoll steht am Eingang von St. Lorenzen Schloss Sonnenburg
auf einem Felsen. Noch vor dem Jahre tausend erbaut, wurde
die Sonnenburg im Jahre 1039 ein Benediktinerinnen Kloster.
Keine heldenhaften Ritter waren hier zu Hause, dafür
umso streitbarere Nonnen. Die Auseinandersetzung zwischen
dem Brixner Bischof Nikolaus von Cusanus und der Äbtissin
von Sonnenburg Verena von Stuben ist in die Geschichte eingegangen.
Was der Römer einst begonnen
Hat der Deutsche sich erkämpft
Bis die Psalmen frommer Nonnen
Jenen Waffenlärm gedämpft…
aus dem Gedicht „ Sonnenburg“ von „Hermann
v. Gilm“
Sogar mit Waffengewalt wurden die Interessen beider Seiten
verteidigt. Was hier als Streit verstanden wurde, ging aber
viel tiefer, es reichte in die Grafschaftsverhältnisse
im Pustertal, und bis an die Wurzeln weltlicher Macht, die
Sonnenburger Ereignisse haben nur als auslösender Moment
in einer damaligen Grundsatzfrage gewirkt.
Die Nonnen im Kloster standen geeint hinter Ihrer Äbtissin
Verena und waren auch bereit, sich gegen den Bischof zu stellen
und dafür auch ihr Leben zu opfern.
Einige von ihnen, so erzählt die Geschichte, gehen heute
noch als Geist im Schloss Sonnenburg umher.
St. Johann im Spital (
in Sonnenburg )
Im kleinen Weiler ( Wort für Ortsteil ) Sonnenburg befindet
sich die wie auf einem Felsen sitzende Kirche St. Johann.
Sie trägt den Namen im Spital, weil sich in dem anschließenden
eindrucksvollen Bauernhaus die Herberge des Klosters Sonnenburg
an der alten Pustertaler Straße befand. Im Kirchlein
befindet sich ein Christus von ca. 1180 der früher am
Triumphbogen der großen Sonnenburger Kirche war, der
aber leider in der Barockzeit umgearbeitet wurde.
Ansitz Hebenstreit
Ewas unterhalb der Kirche St. Johann in Sonnenburg liegt der
Ansitz Hebenstreit mit
dem historischen Namen Glurnhör. In diesem Ansitz befindet
sich heute ein Leinenmuseum. (Auch Verkauf von Leinenprodukten
unter anderem Designermode)
In diesen Räumen befinden sich hochinteressante Wandmalereien.
In einer Stube lateinische Hexameter und Dichtometer und in
einer anderen allegorische Darstellungen.
Der Minnesänger Friedrich von Sonnenburg stammt mit großer
Wahrscheinlichkeit aus diesem Haus.
Antiquarium St. Lorenzen
Im Erdgeschoss des Rathauses befindet sich eine kleine Ausstellung
Vor- und Frühgeschichtlicher Funde aus der Umgebung.
Vitrinen mit Fundstücken, Schautafeln, Fotos und Übersichtstabellen
führen den Besucher der Gegenwart bis in die Mittelsteinzeit
zurück. www.sebatum.it
Bruneck
Bruneck wurde im Jahre 1256 erstmals urkundlich genannt. Ab
1333 wird Bruneck zur Stadt erhoben. Prähistorische Stationen
sind in Bruneck viel seltener als im nahen St. Lorenzen zu
finden. Die Urpfarre befindet sich bis 1610 in St. Lorenzen,
erst ab diesem Zeitpunkt wird Bruneck selbstständige
Pfarre. Die Malerische Stadtgasse, die man durch 4 Stadttore,
alle mit verschiedenen Fresken versehen, betreten kann, zeigt
viel vom damaligen Kunstsinn der Bruneckerbürgerschaft.
Schloss Bruneck, das wie ein Wächter auf die Stadt herabblickt,
wurde vor kurzem verkauft. Im Sommer befinden sich Ausstellungen
für Kinder in der Burg. Die restliche Zeit kann man Schloss
Bruneck leider noch nicht besuchen. Der moderne Flair verbunden
mit mittelalterlichen Szenen machen Bruneck zu einer sehenswerten
Stadt. Besonders die Designermode in den vielen Geschäften
der Stadtgasse lassen die Herzen aller modebewussten höher
schlagen, sind doch hier immer die neusten Mailänder
Trends zu finden.
Brunecker Stadtmuseum
Das Brunecker Stadtmuseum wurde 1995 in den restaurierten
und adaptierten Postställen eröffnet, in denen in
früheren Jahrhunderten die Pferde gefüttert wurden
und die Postkutschen für die Reisenden bereit standen.
Im Erdgeschoss befindet sich neben der Eingangshalle, die
ständige Ausstellung spätgotischer Werke von Michael
Pacher geb. um 1430, gestorben (1498) von seinem Mitarbeiter
Friedrich Pacher (geb. um 1440, gestorben um 1508) und dessen
Schülern Simon und Veit von Taisten.
Dort sind auch Tafelbilder des Meisters von Uttenheim und
Holzschnitte von Albrecht Dürrer (1471 – 1528)
Im ersten Obergeschoss werden die Wechselausstellungen präsentiert.
Der Schwerpunkt des Museums liegt in der Beschäftigung
mit der Graphik des 20. Jahrhunderts aus dem regionalen wie
dem internationalen Raum, diese zu sammeln zu präsentieren
und wissenschaftlich zu bearbeiten.
Schloss Taufers
Das Wahrzeichen von Sand in Taufers. Die ältesten Teile
der Burg dürften um 1250 auf einem imposanten gewachsenen
Felsen erbaut worden sein, 1976 ist die Burg aus kirchlichem
Besitz an den Südtiroler Burgenverein übergegangen.
Im Rahmen der Führungen werden die prächtig getäfelten
Räume mit ihren herrlichen Holzdecken gezeigt. Die Bibliothek
als der schönste Raum des Schlosses, Waffen- Gerichts-
und Rittersaal, Burgkapelle mit gotischen Fresken. Besonders
die Folterkammer mit den Marterinstrumenten ist vor allem
bei den Kindern noch lange im Gespräch. Gänsehaut
erzeugt auch das Geisterzimmer im Schloss .Margarethe von
Taufers weint dort um ihren am Hochzeitstag ermordeten Gatten.
Volkskunde Museum in
Dietenheim bei Bruneck
Der stattliche herrschaftliche Hof, Ansitz Mair am Hof, einer
von vier Maierhöfen in Dietenheim, einem Dorf das im
Jahre 995 erstmals urkundlich erwähnt wurde, dessen Name
aber in die erste Siedlungstätigkeit der Bajuwaren im
Pustertal hinweist.
Auf einer zum Hof gehörenden gut drei ha großen
Wiese wurden etwa 2 Dutzend alte Bauwerke, die sonst zerstört
worden wären, umgesiedelt.
Dem Besucher wird Einblick gewährt, in längst vergangene
und vergessene soziale Schichten, vom Landadel, von Bauern
und Kleinhäuslern und vom ländlichen Handwerk.
Die Gebäude und ihre Einrichtungen führen die Besucher
um Jahrhunderte zurück und erzählen ihm vom Glauben
und Arbeiten, in alten Zeiten.
Sie finden im Museum verschiedene Wohnhäuser, Sägewerk,
Wollemühle, Schmiede, Stampfe, Hochalm, Kochhütte,
Bildstock und vieles mehr. Ein besonderer Schatz ist der Kornkasten
(1497) dieser Bau ist nach den Erkenntnissen, das älteste
datierte Holzbauwerk in den Ostalpen. Das Bienenhaus mit den
so genannten Bienenpflanzen davor, die Tiere ( alte Pustertaler
Rassen ) die Kegelbahn mit alten Holzkegeln und eine Gaststätte
machen dieses Museum zu einem Ausflugsziel für die ganze
Familie.
Erdpyramiden in Percha
bei Bruneck
Im vorigen Jahrhundert entstanden durch mehrere große
Unwetter tiefe Gräben. Durch wiederholtes Abschwemmen
und Auswaschen der Seitenhänge bildeten sich die schön
geformten Säulengebilde – mit dem darauf liegende
Deckstein. Besonders im Winter und im Frühling verändern
sich die Pyramiden ständig, und es bilden sich immer
wieder neue Säulen. Die Erosionszone liegt in einer Höhe
von 1550 bis 1750 Metern und bilden das bedeutendste Erdpyramidenvorkommen
des Pustertales.
Schloss Ehrenburg
Interessanter barocker Bau mit reicher Innenausstattung. Besichtigung
nur in den Sommermonaten.
Bergwerk Prettau
Die Vermutung liegt nahe, dass in Prettau schon in frühester
Zeit Kupfer abgebaut wurde. Neben archäologischen Funden
aus der Umgebung von Bruneck weist vor allem ein im Jahre
1864 gefundenes Bronzebeil aus dem letzten Drittel des 2.
Jahrtausends v. Chr. in diese Richtung. Die 1,2 km Fahrt mit
der Grubenbahn in den St. Ignatz Erbstollen und ein Rundgang
vermitteln ein Bild aus vergangenen Jahrhunderten der sehr
harten Arbeitswelt der Knappen. Im Schaustollen ist man dem
Erz auf der Spur erfährt von Knappendasein und Gewerken.
Der Heilklimastollen ein Teilstück des St. Ignatzstollens
wurde mit großen technischem Aufwand als Asthmatherapiestollen
umfunktioniert. Der Stollen befindet sich ca. 1,2 km im Berginneren
und etwa 500 m unter der Erde Die Luftfeuchtigkeit. beträgt
95 % die Temperatur konstant um etwa 8° C.
Ein Lehrpfad beginnt beim untersten Stollen des Prettauer
Bergwerkes, in 1500 m Meereshöhe. Von dort aus führt
der Weg hinauf zum Mundloch des St. Nikolaus Stollens weiter
zum Mundloch St. Jakobs Stuben und noch weiter zum St. Marx
und St. Sebastian Stollens. Der oberste Stollen ist die so
genannte St. Wilhelm Fundgrube. hier wurden die Kupfervorkommen
vermutlich entdeckt und zuerst ausgebeutet. Der Lehrpfad endet
beim Rötkreuz in 2080 m Meereshöhe.
Bergbaumuseum im Kornkasten
in Steinhaus
Steinhaus war das Verwaltungszentrum des Prettauer Kupferbergwerks.
Das Faktorhaus ( heute Rathaus ) das Gasthaus und der Laden,
der Ansitz Gassegg als Residenz der Gewerken und der Kornkasten
dominieren heute noch das Dorfbild von Steinhaus. Im Kornkasten
wird eine reichhaltige bergbaukundliche Sammlung ausgestellt,
die in Besitz des Grafen Enzenberg ist und das Bergwerk von
Prettau betrifft Sie besteht aus Holzmodellen der alten Bergwerkseinrichtungen,
aus Gemälden und Fotos, Wertvollen Büchern und Dokumenten,
aus vielen künstlerisch bedeutsamen Einzelobjekten und
aus Fundstücken aus dem Bergwerk.
Krippenmuseum Maranatha
in Luttach
Eindrucksvolle Wanderung durch die mystische Welt der Krippen,
Auf 2 Etagen 500qm Ausstellungsfläche präsentieren
sich Panorama- und Jahreskrippen. Der Weg führt von der
volkstümlichen Tiroler Krippe durch die antike orientalische
Geburtskrippe bis hin zur neuzeitlichen Darstellung in der
modernen Kunst. Das Museum ist ganzjährig geöffnet.
Naturpark Fanes-Sennes-Prags
Der Naturpark liegt zwischen dem Pustertal, dem Gadertal und
dem Höhlensteintal. Mit seinen 25.680 Hektar ist er einer
der größten Naturparke in Südtirol. Als „Reich
des Fanes“ ist dieses geheimnisumwitterte Gebiet schon
aus den Dolomitensagen bekannt, lange bevor sein großer
landschaftlicher und naturkundlicher Wert erkannt wurde.
Von Juni bis Ende September finden in dem Park wöchentlich
mehrere „naturkundliche Wanderungen“ mit Führung
statt.
Naturpark Rieserferner
Ahrn
Der Natur Park Rieserferner Ahrn selbst umfasst die hohen
Lagen der Rieserfernergruppe, des Dürreckkammes, des
westlichen Teils der Venedigergruppe sowie der östliche
Ausläufer der Zillertaler Alpen.
Der Hauptteil des Naturparks stellt das Tauferer Ahrntal:
Die Ortschaften Ahornach und Rein sind Ausgangspunkt vieler
Wanderungen, ebenso die Ortschaften des Ahrntales, Luttach,
St. Johann, Steinhaus, St. Jakob, St. Peter, Prettau.
In Kasern bildet der große Parkplatz vor dem dahinter
liegenden Talschluss um hl. Geist einen idealen Ausgangspunkt
für Wanderungen und Bergtouren. Der „ Krimmler
Tauern-Weg“ knüpft hier an den Nationalpark von
Salzburg an und lädt zu einer weiteren Erkundung dieses
Schutzgebietes ein.
Die Naturparkhäuser
Fauna, Flora, und Geologie wird in den verschiedenen Naturparkhäusern
in St. Vigil, Sand in Taufers und Toblach lebendig. Die Naturparkhäuser
können das ganze Jahr über besichtigt werden.